Was sind Triggerpunkte?

Triggerpunkte lassen sich von der Hautoberfläche aus als kleine druckschmerzhafte Knoten in der Muskulatur tasten.

Charakteristisch für Triggerpunkte ist die Weiterleitung von Schmerz in weit entfernte Gebiete.

Besonders häufig finden sich Triggerpunkte im Bereich der Schultern. Der Druck auf Triggerpunkte in diesem Bereich kann zu einem ausstrahlenden Schmerz in den Hinterkopf bis hin zur Stirn führen. Der sogenannte Spannungskopfschmerz ist in der Regel ein Schmerz, der durch Triggerpunkte ausgelöst wird. Bis heute ist noch nicht geklärt, warum der Schmerz bei Druck auf einen Triggerpunkt in ein Gebiet weitergeleitet wird, das weder der Ausdehnung des betroffenen Muskels noch den versorgenden Nervenfasern entspricht.
Interessanterweise sind die Triggerpunkte in etwa 80% identisch mit den Akupunkturpunkten der chinesischen Medizin.
Monotone Haltungsarbeiten, z. B. die Arbeit an einem Computer, muskuläre Überanspruchungen mit kurzfristiger maximaler Muskelanspannung, aber auch körperliche Inaktivität, Streß sowie Infekte begünstigen das Auftretetn von Triggerpunkten.
Unter dem Mikroskop betrachtet entsprechen Triggerpunkte einem kleinen Muskelareal in maximaler Anspannung. Die maximale Anspannung in diesem Bereich führt zu einem erhöhten Energie- und Sauerstoffbedarf, der durch die Blutversorgung nicht mehr gedeckt werden kann. Es entsteht ein Gebiet mit Sauerstoffmangel. Ähnlich wie bei einer Minderdurchblutung des Herzmuskels werden auch hier Stoffe freigesetzt, die über Nervenendigungen in der Nachbarschaft der Triggerpunkten das Gefühl von Schmerz vermitteln. 

 

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